die erste party der e-gruppe geht ins jahr 1994 zurück.
damals startete die partyreihe "visualzone".
diese fand auf der "insel" statt. ziel war es vor allem, jungen designern, djs
und musikern ein podium zu schaffen, um ihre sachen zu präsentieren.
schon der titel der partyreihe verdeutlicht eine sehr deko-betonte ausrichtung
der party. wir waren besonders auf interaktive deko versessen,
d.h. raumdesign, was mit der crowd interagiert, "spielt": gaze-tunnel,
blendlichter, amorphe räume bis hin zu spielsachen waren unser ausdruck
eines coolen party-designs.
freilich machten wir auch vor uns selbst nicht halt: bei der visualzone #2
bspw. wurde die gesamte e-gruppe in weisse kittel und hosen (abgestaubt
aus irgendeinem wissenschaftsinstitut) gekleidet. und außerdem wurden
space-brillen an die gäste verteilt - - -
Aber auch bereits vor der party wurde durch aggressive flyer- und aufkleber-
werbung deutlich gemacht, mit welchem style die angesagte party daherkommen wird.
nach 5 extreeeeeeeeeeeem erfolgreichen "visualzonen" (im "department" und auf der
"insel") startete ein noch fetteres projekt:

der "raum e".
auch hier wird schon aus dem namen deutlich, daß hier unbedingter wert auf
die visuellen und atmosphärischen aspekte der party gelegt wird. die 3-tages-party
im "department" (oranienburger str.) war ein oberhammermäßiger erfolg!
zusätzlich kollaborierten wir mit anderen künstlern, wie z.b. "stms",
"blumenkraft" oder dem foto/dia-künstler alexander krause... da eine party jedoch nur
wirklich rund wird, wenn man alle aspekte nicht nur bedenkt sondern auch aktiv
gestaltet, legten wir auch immenses augenmerk auf die auswahl des einlass-staffs,
der bar-tender (soweit dies möglich war) sowie der olfaktorischen (riech!) aspekte.
die weiteren stationen: raum e # 2: k-klub, raum e #3: kalkscheune, raum e #4:
pfefferberg + subground + garten, raum e #5: yaam-hallen. dieser letzte "raum e"
fand ende 1998 statt...
dazwischen fand noch eine große geburtstagsparty ("2 jahre e-gruppe" - yaam) und
weitere kleinere feste statt (z.b. illegal" - in diesem schon seit jahrzehnten
leerstehenden hochhaus moll-ecke-otto-braun-str., "für zille-popille bidde eine
herrentagstorte" oder das open air "..." im monbijou-bad) außerdem wurde eine dritte
veranstaltungsreihe ins leben gerufen: "weltmusik berlin". diese fand auch im pfefferberg
statt.

aber zurück zum "raum e":
wir denken, diese reihe ist deshalb so erfolgreich, weil keiner der beteiligten künstler
und so weiter das party-veranstalten als beruf ausübt. in dem moment, wo es etwas
alltägliches wird - etwas, was zum tagesgeschäft gehört - entzieht sich der spirit.
es wird einfach langweilig...

nightlifetechnisch sieht's - wie wir finden - zwar für unsere hauptstadt noch ganz
gemäß aus, quantitativ zumindest - aba im grunde war doch schon irgendwie mehr los...
früher halt.

partymachen, ausgehen gehört zum nightlife. klar. ebenso klar: der extreme unterschied
zwischen nightlife und daylife - also unserem alltagsleben -: wie tag und nacht,
ying und yang, chaos und ordnung, weiß und schwarz usw.
(dazu ein sehr guter beitrag von marcello masturbani irgendwann mal vor ca. 3 jahren
als extrapublikation zur 030, oder war's tip? oder prinz? zitty? flyer?) mithin sind
freilich auch die parties in einem bekannten (alltäglichen) club oder eines ungeheuer
bekannten (weil quantitativ sehr produktiven) partyveranstalters eher öfter mittelmäßig,
weil sie eben genau das wesen, den spirit des nichtalltäglichen leider nicht aufweisen.
das fade eines abgestandenen clubs, einer langweiligen party liegt in der alltäglichkeit.
die routine killt jede party. deshalb sind wir immer mißtrauisch bei den mittlerweile ewig
gleichen namen. (natürlich gibt's auch im clubbereich einige ausnahmen. das ist klar:
die oberoberober-chefs vom electric ballroom bspw. schaffen es tatsächlich wirklich
JEDEN montag aufs neue genauso gut und doch immer wieder anders zu sein...
ebenso ist wohl die partyreihe "bpitch-control" von ellen allien eine dieser rühmlichen
ausnahmen)
deshalb sollte der wahre veranstalter, der, der weiß wo's langgeht, niemals wirklich oft
party machen. er sollte - das ist individuell sicher höchst verschieden - maximal eine
party im, sagen wir mal, viertel jahr veranstalten. so daß gewahrt wird, daß diese
geschichte auch wirklich einzigartig bleibt. nichtalltäglich eben. zumindest legen wir dies
hiermit für veranstalter größerer, eventhafterer, sachen fest. jedenfalls..
überdies gibt es auch immer mehr "alltäglichkeiten" bzgl. der wahl der themen der parties
resp. überhaupt der gesamten ausrichtung / basis / grundlage selbiger.

wir finden da unseren ansatz immernoch sehr gemäß: nämlich präsentation der neuesten
exponate der besten techno-design-stylist live halt. und natürlich: treffen alter freunde
(mit freundinnen) in relaxter, außergewöhnlicher, unkonventioneller,
lockerer atmosphere. und tanzen selbstverständlich! und das ganz strikt nach den mixen
der besten djs around.

hier - Ihr lieben - geht es nicht um geld.
hier geht es darum, den spirit hochzuhalten, eine wirkliche party zu feiern. berlin,
als der unumfochtenen partyhauptstadt, ehre zu erweisen und natürlich: neben
gediegenen artists - wie uns (djs wie designern) - auch jungen freshen leuten ein
kreativ-podium zu erschaffen.


weitere deko-kollaborationen:
tulip enterprizes, kumiko, arikati, tron laser, paradise prod., slide
watusi, viscon, j.j., magic pyramid bln., rainer remake, ebene 5, striezl-deko, c.a.f., lofd....

dj-liste:
duck, moo ken dee, riko s., scisphere 23, conocybe, doc meikel,
f.o.f.-projekt, happy m., ed 2000, lokomotiv, shane, wolle e.i., tiny (dd), roland b.p.m.,
bimmel (beide hh), zigan, der würfler, mo, djane butterfly, danijel alpha, niklas, t'schaba,
erode, electronic welfare, wolle xdp, wimpy, andré galluzzi, gianni vitiello, peer,
frank horn, euro-star, gamma ray, ace duval, sperm, pep team, scout, mijk van dijk,
commander krilly, tobi (jpn), valium...