djs:

wimpy (electric ballroom / tresor)
andré galluzzi (ostgut / taksi rec.)
wolle xdp (discount)
jaxson (rocket / cadeaux)
moo ken dee (e-gruppe)
massaka (klangkrieg)
erode (e-gruppe)
matura (naturalbornacid)
scisphere 23 (e-gruppe)
conocybe (e-gruppe)
riko s. (e-gruppe)

live:

kuzushi karma
jonathan hart feat. rolfi



"Wolle XDP" gilt als "Techno-Urgestein".
Sein legendäres "Tekknozid" war der erste Tekkno-Rave überhaupt.
Sowohl die (damals) wegweisende Fusion von EBM mit Acidhouse,
als auch seine völlig neuen Sound-Licht-Raum-Installationen in
den "Ware"- Häusern Ostberlins wurden zum Standard für Techno-
parties in Deutschland. Viele der später folgenden XDP-Veranstaltungs-konzepte ("X-tatic Dance Projects") waren der Beginn verschiedenartigster Trends im Techno -und Housebereich. Zu nennen sind vor allem die ersten Trancedance-parties "The Brain", die ersten Gabberparties "Hartware",
die "Tribalraves" mit Afrolive-Percussion und indischem Weihrauch,
das Detroit-Chicago-Revival mit "motorized house-muzik" im Tresor und
nicht zuletzt das Electrorevival "Kings of Bass". Zudem initiierte er
bereits 1990 die "Raveline" - ein legendäres Party-Infophone,
die "Raverthek"- das erste Mailing-Network für Raver (1991),
die "Magic-Bassline", Tekkno mit Doppel "K" und und und...
Dabei stand er oft im Konflikt mit denen, die der Musik und den Parties
nichts als Profit abgewinnen wollten. An deren Megaraves mit unzähligen DJs und "Deppentechno", sowie den fast schon mafiösen Strukturen wollte und will er sich nicht beteiligen. Seinen Namen findet man deshalb nur auf den Flyern von Klubs und ausgewählten Parties. Das bewahrte ihm seine Unabhängigkeit und damit seinen musikalischen Geschmack.
Davon geprägt sind seine DJ-Sets. In ständiger Interaktion mit der Crowd verbindet er durch perfektes Mixing seine "Hits" aus fast 20 Jahren Musikgeschichte mit den neuesten Weißmustern aus Techno, Electro und House.

B I O G R A P H I E :
(geboren 1967 in Leipzig, seit 1979 in Berlin, 82-85 Breakedancer
(u.a. mehrfacher DDR-Vizemeister), 84- 86 Ausbildung zum Veranstaltungstechniker und Dekorateur an den Berliner Staatstheatern, 1987-91 angestellter Organisator für Veranstaltungen im SEZ,
ausschließlich freiberuflich seit ´91)

(Nov ´89: die Mauer fällt und die erste Acidparty "X-tase" startet im SEZ.
(ab März´90: TEKKNOZID - die ersten 10 Tekknoraves Deutschlands...
das XDP fusioniert Acid und EBM, nennt Techno "Tekkno" und prägt
"Rave" in Deutschland als Begriff für große Tekkno-Danceparties.
Das Ambiente ist rauh und die Musik wird immer brachialer...
(ab Sept.´91: mit "THE BRAIN"- verhilft das XDP sinnlicheren Tönen
zurück auf die Parties. XDP nennt diese Musik "Trance" und überträgt weltweit erstmalig die Signale einer Brainmaschine auf den Dancefloor ("Mindfrequency Tests") (Sommer ´92 bis 11/92: der völligen kommerziellen Verflachung von Techno und House durch Happy-Trance und Kirmesrave entgegen, installiert WolleXDP die "HARTWARE", den "härtesten Technoklub der Welt" im Berliner Bunker. (ab März´93 bis Mai 97: schockt Wolle XDP
die Szene und die Medien mit der gewagten Fusion aus Ethno- und Technohouse. Beim "TRIBALRAVE" entwickelt das Zusammenspiel
von DJ mit Afro- und Latin-Percussionisten ungekannte Rhythmuscollagen.
Riesige Blumensträuße und ein mystisches Licht verwandeln die XDP
Houseparties "Earth Beats" in ein sinnliches Elysium aus Düften und Farben.
(ab März´94 bis Jan.´95: startet eine Kooperation mit dem TRESOR. Dieses
Projekt leitet mit "Motorized House Music" ein Comeback von Detroit- und
Chicagosounds in Berlin ein und verhilft dem angeschlagenem Kultclub wieder zu Bedeutung. Die gemeinsamen Nächte mit fast allen namhaften amerikanischen DJs mit ihren Techniken und DJ-Kompositionen hinterlassen tiefen Eindruck und prägen sein eigenes DJing bis heute.
(Sept. ´97 bis Mai´99: betreibt Wolle XDP den "DISCOUNT".
Der kleinste Club Berlins machte sich mit seinen hochwertigen Musik-programm schnell einen Namen und besonders Electrofans kamen bei den "Kings of Bass" richtig auf ihre Kosten. (Juli´99 bringt Wolle XDP erstmalig das DISCOUNT-Soundsystem auf die FUCKPARADE. Das Statement für Individualismus und Spaß ohne Ausverkauf und Zensur trifft genau
den Nerv vieler, die sich mit dem "närrischem Volksfest Loveparade"
nicht mehr identifizieren können. (seit Aug.´99 ist Wolle XDP Mitbetreiber
der Berliner "Pfefferbank". Gemeinsam mit seinen Partnern von
"Bittersweet" wurde ein umfangreiches Relaunch realisiert.
In der "Pfefferbank" trifft sich vor allem die reifere Berliner Szene und feiert
ausgelassen unter sich...